Es gibt Kommandos im Hundetraining, die einfach „praktisch“ sind.
Und dann gibt es Kommandos, die im Ernstfall Leben retten können.
Der Stop-Ruf gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie.
Ein gut trainierter Stop-Ruf bedeutet:
Der Hund bleibt sofort stehen oder setzt sich – egal was gerade um ihn herum passiert.
Das kann entscheidend sein.
Zum Beispiel, wenn ein Hund auf eine Straße zuläuft, plötzlich ein Fahrrad kommt oder sich eine Situation entwickelt, die gefährlich werden könnte.
Ein Stop-Ruf gibt dir als Mensch die Möglichkeit, deinen Hund aus der Distanz sofort zu sichern.
Training mit Finchen
Mit Finchen übe ich diesen Stop-Ruf immer wieder.
In dem Video sieht man einen dieser Trainingsmomente.
Ich rufe „Stop“ – und Finchen reagiert direkt.
Darauf bin ich wirklich stolz.
Natürlich gibt es trotzdem noch kleine Details, an denen wir arbeiten.
Mein Wunsch wäre, dass sie sofort an Ort und Stelle sitzen bleibt, statt noch einen kleinen Halbkreis auf mich zuzulaufen.
Aber ganz ehrlich:
Das ist Meckern auf hohem Niveau.
Denn das Entscheidende funktioniert bereits:
Sie reagiert zuverlässig auf den Ruf.
Das Auflöse-Signal
Was mich mindestens genauso freut wie der Stop selbst:
Finchen wartet zuverlässig auf das Auflöse-Signal.
Sie bleibt also nicht nur stehen oder sitzen, sondern wartet bewusst darauf, dass ich ihr sage, wann sie wieder weiter darf.
Genau das ist im Assistenzhund-Training besonders wichtig.
Denn ein Assistenzhund soll nicht einfach nur reagieren –
er soll kontrolliert arbeiten.
Training ist ein Prozess
Hundetraining besteht aus tausenden kleinen Momenten wie diesem.
Manchmal klappt etwas perfekt.
Manchmal merkt man, woran man noch arbeiten möchte.
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