2 Minuten lesen

Notfalltraining mit Finchen: Warum meine Assistenzhündin die beste Ersthelferin im Raum war

20 Jahre nach dem Führerschein war mein Notfalltraining bitter nötig. Finchen war die Heldin des Tages, sie zeigte den simulierten Herzinfarkt der Trainerin direkt an und half mir durch die Reizüberflutung vom Defi. Von Herzdruckmassage bis Heimlich-Griff – dieses Training sollte jeder wiederholen!

Notfalltraining mit Finchen: Warum meine Assistenzhündin die beste Ersthelferin im Raum war

Manchmal braucht es einen kleinen Realitätscheck, um zu merken, wie schnell die Zeit vergeht. Mein letzter Erste-Hilfe-Kurs lag geschlagene 20 Jahre zurück – damals ganz klassisch für den Führerschein gemacht und seitdem im Hinterkopf verstaubt. Beim heutigen BLS-Notfalltraining (Basic Life Support) wurde mir schnell klar: Man vergisst im Laufe von zwei Jahrzehnten erschreckend viel.

Die Überraschung des Tages war aber eindeutig Finchen, die einen fantastischen Job abgeliefert hat.

Als unsere Trainerin einen Herzinfarkt so täuschend echt simulierte, dass uns kurz der Atem stockte, reagierte Finchen noch vor allen menschlichen Teilnehmern im Raum und zeigte verlässlich an. Auch beim anschliessenden Reanimationstraining war sie mit vollem Eifer dabei – man hatte fast das Gefühl, sie wollte direkt bei der Herzdruckmassage mit anpacken.

Hier gab es für uns direkt das wichtigste Wissens-Update: Im Ernstfall gilt bei der Reanimation der feste Rhythmus 30-mal Herzdruckmassage (in der Mitte des Brustkorbs, ca. 100 bis 120 Kompressionen pro Minute), gefolgt von 2 Beatmungen.

Als es schliesslich an das Testen der automatisierten Defibrillatoren (AED) ging, wurde der Trubel und die Geräusche für mich zu viel. Finchen merkte die Überlastung und zeigte präzise an. Nach einer kurzen, nötigen Pause zum Durchatmen ging es direkt weiter mit lebensrettenden Handgriffen bei Erstickungsnotfällen: dem Heimlich-Manöver.

Dabei stellt man sich hinter die betroffene Person, beugt ihren Oberkörper leicht nach vorne, ballt eine Hand zur Faust und platziert sie zwischen Bauchnabel und Brustbein. Mit der anderen Hand greift man die Faust und zieht ruckartig nach hinten und oben, um den Fremdkörper durch den Druck aus den Atemwegen zu befördern.

Am Ende des Tages bleibt vor allem eine Erkenntnis: Ein Notfalltraining ist keine Sache, die man einmal im Leben abhakt. Es rettet im Zweifel Leben – und frischt Fähigkeiten auf, die man im Ernstfall blind beherrschen muss. Eine absolute Empfehlung für wirklich jeden.

Wann war dein letzter Erste-Hilfe-Kurs?

Bereit für neue Abenteuer?

Bleib Teil unserer Abenteuer – wir schicken dir Updates direkt in dein Postfach.

Deine Gedanken